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Faszination Feuer

Der Ort, an dem das Feuer brennen soll, sollte sorgfältig ausgewählt werden.Dabei ist die Eigensicherung zu beachten.Was nützt mir das wärmste Feuer,wenn ich Wind und Bodenbeschaffenheit nicht berücksichtigt habe.Damit sind schon zwei grundlegende Dinge genannt. Die feuerstelle sollte so gewählt werden, das der Wind den Rauch nicht ins Lager oder die Unterkunft drückt.Das hilft zwar lästige Plagegeister wie Mücken loszuwerden aber ich will auch nicht den ganzen Abend husten und brennende Augen haben.Der Boden sollte im Bereich der Feuerstelle frei von brennbaren Gegenständen,wie trockenes laub,,Gras etc. aber auch Kleidung und Ausrüstung sein.An dieser Stelle sei auch auf brennbarer Flüßigkeit wie Benzin, Spiritus usw. hingewiesen.

Feuer mit Streichhölzern:

Wenn ich meine Vorbereitungen zum Feuer erledigt habe,dann kann ich mich ans eigentliche Anzünden begeben. Hier soll der Bereich behandelt werden ,bei dem ich Streichhölzer oder wenn es sein muß ein Feuerzeug zur Verfügung habe.Ein Päckchen Streichhölzer sollte man immer, egal wo man ist in der Tasche haben.Draußen brauche ich eine Ausrüstung,in die ich größtmögliches Vertrauen setzten kann.Und da stehen die Streichhölzer ganz weit oben.Verpacken kann ich die Streichhölzer in einer Filmdose oder einer Plastikflasche mit Schraubverschluss.Dort sind sie geschützt vor Bruch und Feuchtigkeit. Das feuernest ist fertig - vielleicht mit etwas Zunder unterstützt,genügend Holz liegt bereit.dann kann es losgehen. Mann kann gekaufte Anzünder aus dem Grillbereich verwenden oder besinnt sich auf die Natur und sammelt Harz von alten oder Kranken Bäumen.Ist er flüßig nimmt man es mit im Taschentuch oder Blätter und wenn er trocken ist kann man ihn so abbrechen.Das Harz der Nadelbäume ist ein perfekter Anzünder.



Die Beherrschung des Feuers


Der Mensch hat das Feuer nicht erfunden, sondern als Nutzmittel gefunden. Es verhalf ihm vor vielen Jahrtausenden zu einem gewaltigen Evolutionssprung. Der Mensch lernte, mit dem Feuer umzugehen und erkannte seinen Nutzen: Es erhellte ihm das Dunkel, schützte ihn vor Kälte und Tieren, half ihm, seine Speisen genießbar und verdaulich zu bereiten, vernichtete seuchenerregende Abfälle. Mit Hilfe des Feuers konnte er in Regionen leben, in denen er sonst kaum überlebt hätte.

Befunde belegen, dass unsere Vorfahren bereits vor rund 700.000 Jahren die Kraft des Feuers nutzten. Doch die Frage, ab wann es dem Menschen gelang, Feuer selbstständig zu entfachen, wird auch unter den Forschern noch heftig diskutiert. Viele gehen davon aus, dass dies dem Neandertaler mit Hilfe von Feuersteinen vor 40.000 Jahren möglich war.


Was ist Feuer und wie entsteht es?


Für ein Feuer braucht man drei Dinge: Brennstoff, Hitze und Sauerstoff. In der Hitze reagiert der Brennstoff mit dem Sauerstoff der Luft, es entsteht eine Oxidation. Das heißt, die Moleküle des Brennstoffs verbinden sich mit dem Sauerstoff und dabei wird Wärme freigesetzt. Feuer ist eine so genannte exotherme Reaktion: Es produziert mehr Wärme, als man benötigt, um die Reaktion zu beginnen.

Um ein Feuer in Gang zu setzen, braucht man eine Initialzündung oder Startwärme bei der der chemische Verbrennungsprozess des Brennstoffs startet und in einer Art Kettenreaktion fortläuft. Eine Initialzündung kann in der Natur beispielsweise ein Blitz sein, der in einen Baum einschlägt. Die Startwärme bewirkt die Flamme, durch die entstandene Wärme wird eine Kettenreaktion in Gang gesetzt: Das Feuer brennt nun aus sich selbst heraus bis eines der drei Dinge - Brennstoff, Hitze oder Sauerstoff - nicht mehr da ist.

 

Man legt für einen die Hand ins Feuer, bekämpft Feuer mit Feuer und ist Feuer und Flamme für etwas. In unserem Sprachgebrauch hat die Faszination des Feuers ihre Spuren hinterlassen. 

Nicht überraschend, wenn man auf die kulturhistorische Bedeutung des Licht- und Wärmespenders zurückblickt.

                                                                                                                         

    

                                                                                        

Flammende Veränderungen in der Menschwerdung

Bereits in der Steinzeit zählte das Feuer zu einer der wichtigsten Errungenschaften in der zivilisatorischen Entwicklung des Menschen - wenn nicht gar der wichtigsten. Niemand kann es sicher sagen, doch geht man heute davon aus, dass das Feuer durch einen Blitzschlag entdeckt wurde, der Bäume in Flammen setzte. Die Macht des Feuers zog die Menschen in seinen Bann, fortan bemühte man sich, dieses Geschenk der Natur selbst entfachen und es in weiterer Folge kontrollieren zu können. Und das bereits im Altpaläolithikum, wie Funde beweisen. Die menschliche Existenz hatte einen Wendepunkt erreicht. Das Feuer spendete Wärme - man konnte in kältere Regionen vordringen und sich dort niederlassen. Es bot Schutz vor wilden Tieren und anderen Feinden - man konnte sich sicherer fühlen. Und schließlich brachte es einen unschätzbaren Wert für die Küche. Gekochtes Fleisch schmeckte nicht nur besser, es konnte auch länger haltbar gemacht werden und entlastete die Verdauungsorgane.

Und was bedeutete die erleichterte Verdauung? Genau, Energie-Effizienz. Die eingesparte Energie konnte anderweitig verwendet werden. Der Mensch der Steinzeit traf eine gute Wahl, indem er sie für Kommunikation und kreatives Handeln nutzte. Das Resultat: eine verstärkte Nutzung des Gehirns und damit eine Vergrößerung des Hirnvolumens - ganz schön hilfreich in der weiteren Menschwerdung.